Seinen Einstand im Musikverein (ein Duoabend mit Violine) gab er bereits vor knapp drei Jahren, jetzt stellte sich Jan Gottlieb Jiracek von Arnim mit einem Solo-Programm vor. Kraftvoll, mit herrlich sattem Bassregister und dennoch klarem Ton donnerte er zu Beginn Schumanns "Faschingsschwank aus Wien" und die C-Dur-Fantasie in den Brahms-Saal. Technisch einwandfrei, blieb er stets darauf bedacht, den stilistischen Bogen nicht zu überspannen (...). Die ersten drei Chopin-Nocturnes erklangen ebenso recht strikt, mit eher geringem Rubato: gewiss ein lobenswertes Bekenntnis zu musikalischer Lauterkeit. Liszts elfter transzendentaler Etüde und der 13. Ungarischen Rhapsodie taten die Meriten des Jan Gottlieb Jiracek von Arnim außerordentlich wohl, hier genoss man die pianistische Glasnost uneingeschränkt. Drei Zugaben, darunter Liszts sechste "Paganini-Etüde" und Chopins Etüde op. 25/7, begeisterten das Publikum zu Recht.
Wiener Zeitung

"A dazzling performance (...). Mr. Jiracek versteht es, im richtigen Augenblick Drama in Lyrik oder eine massive Wand aus Klavierklang in kristallklares Gefüge zerfließen zu lassen. Seine Interpretation war frisch, energisch und von subtilem Humor beseelt."
New York Times (AK)

Jiracek spielte eine der besten Skriabin-Sonaten, die ich je gehört habe.
The Record Geijitsu, Tokyo (Peter Cossé)

Ein unspektakuläres, vollkommenes Musikereignis, das dem Klavier-Festival Ruhr alle Ehre macht.
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Wolfgang Sandner)


Wie Jiracek im Kammermusiksaal der Philharmonie mittendrin Messiaen spielte, das riß selbst eingefleischte Hasser des Neuen zur Bewunderung hin. Überdies lehrte es insgeheim den Alt-Jazzer Friedrich Gulda, was man in der Musik „Swing“ nennt – und wie man ihn fabriziert.
Berliner Morgenpost (Klaus Geitel)

Jiracek ist ein Gigant am Klavier. Sein vollgriffiger Anschlag ist so satt wie faszinierend, sein Wille zum vollkommenen Verströmen kann mitreißen.
Frankfurter Rundschau (Stefan Schickhaus)

Jiracek verfügt über tadellose Technik und virtuose Verve, die mit enormer Musikalität einher gehen.
Rheinische Post (Matthias Corvin)

Eine überzeugende Demonstration souveräner formaler Gestaltung zwischen intimer Klangsprache und emotionalem Feuer.
Abendblatt München (Rüdiger Schwarz)

Ein Abend von Weltrang eines jungen Pianisten mit der Reife eines Meisters, der alle Karten für Weltruhm besitzt.
Münchner Merkur (Markus Vitolo)


Jiracek sorgte für einen musikalischen Höhepunkt des diesjährigen Musikfestivals Davos. (...) Technisch brillant, überragend musikalisch gestaltet, rhythmisch präzise und mit einer persönlichen Note, ohne die eine internationale Karriere nicht möglich wäre.
Bündner Zeitung, Südostschweiz (Georg Fromm)

So jemandem würden wir mit geschlossenen Augen den Auftrag erteilen, sämtliche Beethoven-Sonaten aufzuführen
Pianotime Magazin, Rom (Simone Monge)

New Blood: Jan Jiracek (German, 1973)
A forceful, mature personality with a formidable technique and playing of emotional depth.
BBC Music Magazine,"Who is who in music"

A dazzling performance. His reading was crisp, spirited and enlivened by a subtle humor.
New York Times (Allan Kozinn)

Jiracek possesses a muscular, broad, colorful technique, makes music with great spontaneity and communicates strongly with his listeners. His program showed his strenghts, his impeccable taste and his love of music.
Los Angeles Times (Daniel Carriaga)


Jiracek spielte Rachmaninoff, "das" Konzert, das einst in einem Film mit Marilyn Monroe als Soundtrack für knisternde Erotik eingesetzt wurde, aber auch für Deutsche Nationalfeiern zu taugen scheint. Jiracek nimmt die monumentalen Eingangsakkorde, die sich langsam aber sicher in c-moll einpendeln, der Grundtonart des zweiten Klavierkonzerts, so wie es sein muss: kraftvoll. Nicht laut, sondern zupackend und energisch. Übernimmt die Führung des noch zögerlichen Orchesters, zieht alle mit und beschert den faszinierten Zuhörern eine Sternstunde der virtuosen Klaviermusik. Der lyrische zweite Satz, wahrscheinlich das Populärste, was Rachmaninoff je geschrieben hat, wurde detailgetreu ausmusiziert und gipfelte in einer spritzigen, kurzen Kadenz. Auch der dritte Satz strotzte vor Esprit und musikalischem Witz.
Neue Westfälische Zeitung

Jan Jiracek kam, sah und siegte. Er ließ die Puppen auf den weißen und schwarzen Tasten tanzen, jonglierte mit ihnen in unbändiger Spielfreude und konnte sich dabei ganz auf die Treffsicherheit seiner blitzschnell agierenden Finger verlassen. Der viel bejubelte Abend wurde mit allen Zutaten pianistischer Perfektion gewürzt. Staccatissimo-Passagen brillierten, gleich ob es sich dabei um Akkorde oder Oktaven handelte. Die andere Seite musikalischen Empfindens in Gestalt ausdrucksvoller Legato-Linien aber kam nicht zu kurz.
Hannoversche Allgemeine Zeitung (LB)


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